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Bachelor-Studiengang
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PräambelDer Bachelor-Studiengang Erziehung und Bildung in der Kindheit bezieht sich vor dem Hintergrund eines christlich geprägten Menschen- und Gesellschaftsbildes auf die umfassende Komplexität von Bildungs- und Erziehungsprozessen von Kindern von der Geburt bis ca. 10 Jahre. Miteinbezogen sind entwicklungsbestimmende Sozialisations- und Bildungsinstanzen wie Familie, Kindertagesstätten und Schule sowie ihre Veränderungen und ihr gesellschaftliches Bedingungsgefüge. Das christliche Bildungsverständnis entfaltet sich im Horizont der ursprünglichen Bezogenheit auf Gott und auf andere Menschen unter den Aspekten Individualität, Endlichkeit und Freiheit. Der Bachelor-Studiengang orientiert sich an einem dynamischen Bildungsbegriff. Er geht aus von einer verantwortlichen Auseinandersetzung –im Sinne von Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidaritätsfähigkeit - mit zentralen gesellschaftlichen Fragen und Problemen (epochaltypische Schlüsselprobleme) und bezieht Schlüsselsituationen aus konkreten aber auch zukünftig zu denkenden Lebenswirklichkeiten von Kindern ein. Durch entwicklungsangemessene Erfahrungs-, Handlungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten soll über exemplarisches Lernen die Bereitschaft und Befähigung der Kinder aufgegriffen und gefördert werden, Erkenntnisse zu gewinnen, Reflexionsfähigkeit zu entwickeln und Neugierde und Entdecken der Welt weiter zu entfalten. Der Bildungs- und Erziehungsprozess trägt auf kindgerechte Weise dazu bei, z. B. hermeneutische, diskursive und partizipative Kompetenzen zu gewinnen. Die Orientierung an einer „Allgemeinbildungskonzeption“ (Bildungs-Delphi) mit dem Ziel der Selbstbestimmungs-, Mitbestimmungs- und Solidaritätsfähigkeit in ethisch begründeter, sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung soll es den Kindern ermöglichen, perspektivisch am „friedensfähigen Gemeinwesen“ mitzuwirken. Hintergrund sind die Leitgedanken der UN-Kinderrechts-Konvention und des KJHG, die das Recht des Kindes auf Bildung, Erziehung und Betreuung als gesellschaftliche Aufgabe einfordern. Weitreichende Folgerungen ergeben sich aus den rechtlichen Forderungen des KJHG nach einem an familiären Wirklichkeiten orientierten bedarfsgerechten Angebot und nach einer Beteiligung von Kindern in allen sie betreffenden Fragen. Zentrales Ziel ist die Herstellung umfassender gesellschaftlicher Partizipation von Kindern und Chancengleichheit für Kinder. Im Spannungsfeld strukturell bestimmter und individuell zu gestaltender, damit als veränderbar begreifbarer gesellschaftlicher Handlungsspielräume orientiert sich das pädagogische Handeln auf die Salamanca-Erklärung von 1994. Sie fordert eine allgemeine Pädagogik unter Einbeziehung von allen Kindern angesichts körperlicher, intellektueller, sozialer, geschlechtlicher, ethnischer, religiöser, sprachlicher oder kultureller Diversität mit dem Ziel der Inklusion. Um die vorgenannten Ziele im Sinne eines dynamischen und dialogischen Bildungsprozesses zu erreichen, greift das Studium die Bereitschaft und Fähigkeiten der Studierenden auf und fördert ihre Weiterentwicklung im exemplarischen Lernen so, dass die Studierenden Analyse- und Handlungskompetenz in Bezug auf folgende Aspekte erwerben:
Hierfür eignen die Studierenden sich Forschungsmethoden/-verfahren an, die innerhalb der Ausbildung selber angewandt werden und forschen in der Praxis im Sinne der Kooperation mit Praxiseinrichtungen als Ausbildungsgegenstand. Zugleich ist die Praxis Ausgangspunkt für Grundlagenforschung. Dazu dient die Kooperation von Fachschulen und Fachhochschule zu einem zugleich wissenschafts- und forschungsorientierten wie die personalen Bezüge reflektierenden Studium. Sie bezieht sich auf die Entwicklung und Umsetzung von Theorie geleiteten und zukunftsfähigen Konzeptionen und Tätigkeiten im Bereich der Bildungs- und Erziehungsprozesse in der Kindheit. |
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